Presse

Pressemitteilung der Pädagogen For Future (paedagogenforfuture.org) 22.05.19

zur Stellungnahme von Erzieher*innen, Lehrer*innen, Pädagog*innen und Ehrenamtlichen im Bildungsbereich vom 14.05.2019, die sich auf die Schüler*innen-Proteste für mehr Klimaschutz und auf die Stellungnahmen von Wissenschaftler* innen und Eltern dazu bezieht.

Wir lassen die protestierende Jugend nicht alleine, die sagt: „Wir streiken, bis ihr handelt!“ Frau Bundeskanzlerin Merkel, handeln Sie jetzt gegen die Klimakrise! Handeln Sie im Interesse der Kinder und folgenden Generationen, geben Sie Klimaschutz oberste Priorität und leiten Sie den nötigen Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft ein! 

Mit einer gemeinsamen Stellungnahme unterstützen insgesamt bisher bundesweit über 670 (Stand 22.05.19) Menschen aus dem Bereich Erziehung und Bildung die Forderungen für den Klimaschutz der Fridays For Future-Bewegung und der Wissenschaftler*innen von Scientists For Future, die sich an die Regierungen auf allen Ebenen in Deutschland richten (siehe https://paedagogenforfuture.org).

Wir sind eine Gruppe von Lehrer*innen, Erzieher*innen und Sozialpädagog*innen, die als ehrenamtliche Initiative „Pädagogen For Future“ diese Stellungnahme organisiert hat. Die Unterzeichner*innen drücken ihre Sorge aus, dass die älteren Generationen der Jugend und kommenden Generationen einen Planeten mit dramatisch verschlechterten Lebensbedingungen durch Folgen der Klimakrise und ökologischen Krisen hinterlassen.

Wir können nicht akzeptieren, dass von Seiten der Politik auf dringende Appelle von Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu sofortigem Handeln gegen Klimakrise und ökologische Krisen nicht ausreichend reagiert wird. Wir stehen dabei zusammen mit immer mehr Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten, die sagen: „Die Wissenschaftler und die protestierende Jugend haben Recht, die Politik muss handeln.“

Wir beobachten mit großer Sorge und zunehmender Fassungslosigkeit, dass die Bundesregierung es versäumt, jetzt Maßnahmen zur drastischen Reduktion der Treibhausgas-Emissionen einzuleiten und so eine Begrenzung der Erderhitzung auf 1,5°C unmöglich macht. Damit gefährdet sie eine lebenswerte Zukunft kommender Generationen, nicht nur in Deutschland.

Wir aus dem Bereich Erziehung und Bildung nehmen unsere Verantwortung wahr, im Namen der heutigen und künftigen Menschen auf dieser Erde, auf die Folgen unzureichenden Handelns hinzuweisen. Wir sind bereit, einen Wandel hin zu einer guten Zukunft für alle Menschen in Einklang mit den natürlichen Lebensgrundlagen zu gestalten.

Initiative „Pädagogen For Future“ Berlin, 22.05.19

Pressemitteilung vom 22.05.19 als pdf: